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  • Sabrina Roithner

Überlebensstrategien

Wie du sie erkennst und in neue, gesunde Dynamiken wandeln kannst

Eine Überlebensstrategie ist eine kreative Lösung deiner Seele, Psyche und deines Organismus (Körper, Nervensystem), um in extremen und belastenden Situationen zu überleben. Meist gehen ungünstige Lebensbedingungen, Verwahrlosung, ein Schock, ein Trauma oder eine posttraumatische Belastungsstörung mit der Überlebensstrategie einher und die damit verbundenen Muster werden tief im Unterbewusstsein und der neurologischen Basis verankert, um jederzeit abrufbereit zu sein (Affekthandlungen in Verbindung mit den Ur- und Überlebensinstinkten). Es geht hier um Strategien, die dem Überleben dienlich sein sollen, um eine Situation, Phase oder Begegnung durchzustehen, oder weil man vielleicht einfach keine Hilfe bekommen hat und die lebensbedrohliche Situation nicht verlassen konnte. Eine Überlebensstrategie beinhaltet ein umfangreiches, kreatives Repertoire mehrere Möglichkeiten, die je nach Selektionsbedingungen zum Zuge kommen können. Der Bedingungsrahmen und Handlungsspielraum bestimmen, wie weit wir unsere Resilienz entwickeln und ausleben können. Die Strategien können sich in mehreren Bereichen unseres Selbst verankern, wie beispielsweise im morphologischen, physiologischen, psychischen, seelischen und energetischen Bereich. Es geht um die Anpassungen an das vorhandene „Klima“ und um den kreativen Umgang mit möglichen Ressourcen. Der Organismus passt sich dementsprechend den ungünstigen Umweltfaktoren und toxischen Dynamiken sowie Beziehungen an und entwickelt eigene Glaubens- und Verhaltensmuster, die das Überleben so erfolgreich wie möglich machen. Dazu werden zunächst unsere Kernbedürfnisse aktiv. Unsere Kernbedürfnisse sind im Ur-Muster unserer Seelenmatrix (Energiekörper und Seele) angelegt und formen sich über unsere epigenetische, genetische und neurologische Struktur von Geburt an aus und werden durch unsere Ur-Instinkte gesteuert. Zu den Kernbedürfnissen zählen die Qualitäten von:

  • NÄHE UND BERÜHRUNG

Kernbedürfnis: das in Berührung gehen mit unserer Innenwelt (Gedanken, Gefühle, Unterbewusstsein, innere Strategien, Konditionierungen, Werte, Sichtweise, mit dem allumfassenden Selbst) und die Interaktion mit dem Umfeld.

Überlebensstrategie: Kontaktverlust zu den Körperempfindungen, zu Anteilen der Innenwelt (Abspaltung, Blockade, Verdrängung, Verleugnung, usw.), das “Eremiten-Dasein” und der Rückzug von der Außenwelt. Nähe wird als etwas Bedrohliches empfunden und gemieden.

Gesunde Dynamik: das Wechselspiel zwischen Berührung, Nähe, Aktion und Abstand, Begrenzen und Ruhe sind sehr wichtig für eine gesunde Balance. Nach jeder intensiven Begegnung sollte eine Phase der Besinnung und Verarbeitung kommen dürfen. So können wir unsere eigenen Themen von denen des Umfelds unterscheiden lernen (bei sich bleiben, im Jetzt leben und im nächsten Moment den Geist auf Erkundungstour schicken).

  • EMPATHIE

Kernbedürfnis: die Fähigkeit sich auf sich selbst (Selbstreflexion) und auf ein Gegenüber einzulassen, in diese Energien hinein zu spüren, um Schlüsse daraus ziehen zu können. Empathie ist die Basis für das Gedankenlesen, zu Mitgefühl und einem gesunden Einfühlungsvermögen. Wir können dadurch unsere Beziehungsdynamiken erfassen und verstehen lernen und achtsam sein.

Überlebensstrategie: blockierte Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse, geringer Selbstwert, mangelnde Selbstliebe und Selbstachtung, das Gefühl, dass wir es nicht verdient haben in der Fülle zu leben (Mangeldenken), sich vom Umfeld abgegrenzt und nicht verstanden fühlen (Außenseiter-Strategien), falsche Bescheidenheit und Rückzug.

Gesunde Dynamik: beim Erspüren der eigenen Bedürfnisse und den Anforderungen des Umfelds, hilft vor allem Zeit! Selbst wenn es nur ein paar Sekunden sind, ein bis zwei Atemzüge, um sich selbst zu beobachten, Impulse aufsteigen zu lassen und zu entschleunigen, wird die Selbstwahrnehmung bereits klarer. Nimm Abstand von dem Gefühl, immer sofort und so rasch wie möglich reagieren zu müssen! Lass dir ruhig Zeit, wäge ab, was du wirklich möchtest und entscheide dich für die Impulse, die mindestens 2-3 Mal klar und beständig spürbar sind.


  • VERTRAUEN

Kernbedürfnis: ein stabiles Selbst- und Ur-Vertrauen hilft dabei Menschen/Wesen im Umfeld ebenfalls Vertrauen zu schenken. Dadurch können sich gesunde wechselseitige Abhängigkeiten aufbauen (Beziehungen, Bündnisse, Seelenverträge, Pakte, Verbindungen jeglicher Art).

Überlebensstrategie: Aufbau des Glaubensmusters, dass wir nur auf uns selbst und sonst niemanden vertrauen können, Angst vor Kontrollverlust, Aufbau einer hohen Messlatte in Bezug auf Leistung, Ansehen, Reichtum, … alles, was einem das Gefühl von “Stabilität” vermittelt (= das Klammern an materielle Dinge in der Hoffnung, dass diese einem Halt geben). Ohne Vertrauen müssen wir unsere Beziehungen immer wieder von Neuem bei null aufbauen. Vertrauen ist die Basis von Beständigkeit und Fluss.

Gesunde Dynamik: eine Situation, einen Impuls oder eine Person auf “Herz und Nieren” zu prüfen, ist vollkommen in Ordnung, bevor du dein Vertrauen schenkst. Wenn wir erfassen konnten, worum es wirklich geht (Basisabsicht), können wir uns einlassen und Vertrauen aufbauen. Ein gesunder Überlebensinstinkt wird zu Beginn einer Situation/Begegnung mögliche Gefahren abwägen und anschließend mit dem Bewerten und Einschätzen beginnen (natürliche Sinnes-Prozesse). Steht die kollektive Mehrheit der wahrgenommenen Impulse für den Aufbau einer Verbindung, können wir mit dem intensiveren Kennenlernen beginnen. Akzeptiere die natürlichen Prozesse des Kennenlernens und deiner verinnerlichten Beziehungsdynamiken, nach denen du gelernt hast Vertrauen aufzubauen.

  • AUTONOMIE

Kernbedürfnis: ein klares ICH-Bin-Bewusstsein und das unterscheiden können von meiner persönlichen Seelenenergie, meinen Seelenthemen und karmischen Verstrickungen sowie Entwicklungsthemen und die Themen, Energien und Informationen des Umfelds, die mich auf meinem Lebensweg berühren, sind wichtige Unterscheidungen, für das Setzen von gesunden Grenzen. Die Fähigkeit NEIN zu sagen und sich zu positionieren (die eigene Meinung vertreten und für sich selbst einzustehen, ohne falsche Scham, Angst oder Schuldgefühle).

Überlebensstrategie: ein zu hoher Leistungsdruck, das Gefühl anderen gefällig sein zu müssen, Gehorsam, Unterwerfung, Aufopferung, das kontinuierliche Hinnehmen von Grenzüberschreitungen, Selbstaufgabe, mangelnde Authentizität, Anpassung, Konfliktvermeidung und sich selbst nicht mehr spüren können (teilweise auch sich selbst und die eigenen Bedürfnisse mit den Erwartungen des Umfelds verwechseln).

Gesunde Dynamik: ein gesundes und starkes Ego hilft dir dabei dir selbst treu zu bleiben und dass du dich positionieren kannst. Falsche Bescheidenheit, Schüchternheit, Selbstzweifel und mangelndes Durchsetzungsvermögen stehen dir hier im Weg. Vielleicht darfst du auch das erste Mal in deinem Leben lernen, dass es natürlich ist an erster Stelle zu stehen – dich selbst und dein Überleben zu sichern ist ein wichtiger Bestandteil deines Überlebensinstinktes, zudem kannst du niemanden helfen, wenn es dir selbst schlecht geht! Baue dir Ressourcen auf und stärke deine Potenziale (Resilienz). Was du noch an Energie übrig hast, kannst du anschließend mit deinem Umfeld teilen.

  • HERZ-OFFENHEIT

Kernbedürfnis: den Gefühlen und Emotionen freien Lauf lassen können, Aufbau und Bewusstseinserweiterung der Herzintelligenz (siehe Blog Beitrag “Das intelligente Herz”), Vertrauen in die Wahrnehmungen des Herzens – die “mediale Sprache” des Herzens ist im gesamten Universum einsetzbar, wir sind (mit-)fühlende Wesen und unser Herz nimmt meist viel schneller als das Gehirn wahr, um welche Frequenzen es sich handelt. Die Erweiterung des Spektrums der Feinfühligkeit, Klarfühlen, Psychometrie, universelle Herz-Kommunikation als Basis für Telepathie (die erfassten Herz-Impulse werden vom Bewusstsein in Gedankenimpulse übersetzt und wir können Bilder und Töne zu unseren Gefühlen wahrnehmen).

Überlebensstrategie: Abspaltung und Verleugnen von Gefühlen, das Erzeugen künstlicher Emotionen (erlernte und anerzogenen Programme im Unterbewusstsein, die bestimmen wie wir auf eine Situation reagieren sollten oder wollen und nicht, wie wir authentisch reagieren würden), Verlust der Feinfühligkeit und des Einfühlungsvermögens und mangelndes Herz-Vertrauen.

Gesunde Dynamik: ein offenes Herz nimmt mehr wahr, als das Gehirn jemals verarbeiten kann (zumindest ist dieses selten dafür trainiert). Auch das Herz kann NEIN sagen lernen! Du musst nicht alles (mit-)fühlen und in dir durchstehen. Übe dich in der Fähigkeit deine Gefühle über dein Herz-Fundament zu steuern! “Glaubst du an Liebe und Schönheit?”, dann wirst du diese im Herzen jederzeit wahrnehmen können. Du kannst diese besonderen Gefühle, die dich stärken, beleben und stabilisieren auch in deinem Herz-Chakra verankern, um diese jederzeit mit deinem Fokus aktivieren zu können.

Das Ankern: besinne dich zu Beginn, so intensiv und emotional wie möglich, auf positive Gefühle, die dir ein Lächeln auf die Lippen zaubern, dich wärmen und nähren, dich motivieren und dir Kraft schenken. Lasse diese Energien in deinem Herzen aufsteigen und verteile die Herz-Ströme anschließend in jeder Zelle deines Körpers. Spüre jetzt in dich hinein an welcher Körperstelle dein Herz-Anker seinen Platz finden soll. Fokussiere dich auf diese Stelle und erschaffe mit deiner Geisteskraft ein energetisches Lichtzentrum aus den Herz-Anker-Frequenzen. Setzte dir jetzt die Absicht den Herz-Anker dauerhaft an dieser Stelle deines Energiekörpers zu platzieren und jederzeit mit deinem Fokus aktivieren zu können, wenn dir danach ist. Du kannst dir zusätzlich auch eine Geste dazu überlegen, die deinen Herz-Anker aktiviert (z.B. Hand auflegen oder klopfen).

  • AUSTAUSCH UND SEXUALITÄT

Kernbedürfnis: der Austausch von Energie und Wissen ist das Grundbedürfnis jeder Zelle, um ihren Fortbestand zu sichern (Zellteilung). Das Ausleben von liebevollen, Herz-offenen Beziehungen, von Nähe, Austausch, Zärtlichkeit und Sexualität gehören ebenfalls zu den energetischen und physischen Komponenten eines inspirierenden Lebens. Das Berühren von externen Kraftfeldern und der Informationsaustausch (Tantra) ist die Basis von Beziehungen und Weiterentwicklung. Wir gewinnen neue Impulse durch Inspiration und Einweihung, was uns zu ewigen Leben motiviert (Kreislauf der Transformation, Zellerneuerung, Heilung, Metamorphose und des Übergangs - Einheit von Geburt und Tod).

Überlebensstrategie: Aussehen und Leistung bestimmen den Selbstwert, gestörter Kommunikationsfluss zwischen Rationaler-Intelligenz, Herz-Intelligenz, Darm-Intelligenz und Wurzel-Chakra/Libido-Intelligenz, sexuelle Gefälligkeit wird als Hoffnung für den Gewinn von Liebe benutz (was selten der Fall ist und meist in missbräuchliche Dynamiken führt), Energieverlust, Energiemangel (= gestörtes Ausgleichsbewusstsein), vermehrte Konflikte, mangelnde Manifestationskraft und unterdrücktes Selbstbewusstsein.

Gesunde Dynamik: das kosmische Prinzip von Geben und Nehmen bzw. ein gesundes Ausgleichsbewusstsein sind in diesem Bereich deiner Kernbedürfnisse sehr wichtig. Dazu gehört Achtsamkeit dir selbst und deinem Umfeld gegenüber sowie ein klares Bewusstsein zu den bestehenden Grenzen, Verantwortungen und Seelenverträgen. Werde dir bewusst, was du dir aufgebaut hast und welche Anforderungen und Erwartungen damit verbunden sind. Sind diese noch stimmig oder aktuell? Möchtest du an deinen Dynamiken etwas verändern und wenn ja, warum? Worin liegen deine Ziele und was möchtest du konkret erreichen? Der Austausch von Energien ist dafür da ein bestimmtes Kraftfeld aufzubauen. Desto klarer du weißt, was du willst, desto fließender können sich deine Energie- und Manifestationsfelder aufbauen. Unnötige Konflikte, Missverständnisse, Leiden, Missbrauch, Enttäuschungen etc. können durch deine eigene Klarheit und Beständigkeit transformiert werden. Du kannst dir dafür auch einen „Master-Plan“ deines Wurzel-Chakra-Bewusstseins erstellen.

Wurzel-Chakra-Master-Plan: stelle dir zu Beginn deiner medialen Manifestationsarbeit eine feine, noch sehr unscheinbare Wurzel, passend zu deinem gewählten Manifestationsthema (Ziel, Wunsch, Plan), mitten im Erdboden vor. Diese stellt deine Basisabsicht dar, aus der neues „Leben“ wachsen darf. Fokussiere dich beim erschaffen deiner Wurzelabsicht auf deine Grundbedürfnisse und was dir essentiell am wichtigsten ist (z.B. Liebe, Fülle, Anerkennung, Sicherheit, usw.). Wähle eine kollektive Essenz, die dich im Herzen berührt und genug „Spielraum“ für Entfaltung bietet (Nährboden). Stelle dir nun so schillernd, intensiv und emotional wie möglich vor, welche Pflanze/Blume aus der Wurzel erwachsen soll (erstellen einer geistigen Blaupause = Symbolbild für dein Ziel). Spüre nun in die Timeline zwischen der feinen Wurzel und der ausgereiften Pflanze hinein und welche Anteile für diesen Prozess besonders wichtig sind. Diese Anteile/Frequenzen stellen den Entwicklungsprozess dar und können dir aufzeigen, worauf du achten solltest, um den Prozess aktiv zu fördern! Im Prozess sind alle Chakren-Themen verankert. Schicke deine Intuition auf die Schöpferreise durch deine gesetzte Manifestation. Verinnerliche den Prozess in deinem Wurzel-Chakra und sende die Energie jetzt noch einmal ganz bewusst durch jedes einzelne Chakra deines Energiekörpers (Lichtkörperreise). Lasse die Kraft deiner Manifestation so lange durch alle Chakren fließen (Manifestationskreislauf), bis sich mögliche Blockaden gelöst haben und der Weg verinnerlicht wurde.

  • WAHRNEHMUNG UND INFORMATION

Kernbedürfnis: das Empfangen und Aussenden von Informationen (Flow, Spirit). Wir sind “kosmische Antennen” die geschaffen sind für das Empfangen, Verteilen, Verarbeiten und Begreifen von Informationen. Die universelle Wahrheit wird “ungefiltert und unverfälscht” von der Seele empfangen. Je nach persönlicher Annahmefähigkeit und des Umsetzungsvermögens der “Impulse der Klarheit”, können wir die Infos irdisch integrieren.

Überlebensstrategie: Lügen, Aufbau einer “passenderen” Selbsteinschätzung oder Wahrnehmung der persönlichen Wirklichkeit, das Errichten von Bewusstseins-Komfortzonen (“So ist es und nicht anders!”), Schweigegelübde, Verlust der Sprache (wenn man das Gefühl hat, etwas sagen zu wollen und einem fehlen plötzlich die Worte – das Unterbewusstsein meldet eine Blockade/tiefe Angst vor der Wahrheit und unterdrückt die Sprache), Verlust von natürlichen Anbindungen (z.B. zu den Elementarkräften der Natur, unserer Seelenfamilie, dem Herzenspartner, den Manifestationen des Lebensplans wie Berufung, Spiritualität oder Potenzialen, usw.) und das Gefühl “keine medialen Fähigkeiten” zu besitzen, die Angst von den universellen Botschaften tiefer berührt zu werden – was wiederum Kontrollverlust und Veränderung mit sich bringen kann.

Gesunde Dynamik: Eine Grundvoraussetzung ist hier natürlich, dass du wahrnehmen möchtest, was tatsächlich in deinem Seelenplan ist. Alles, was wir an Infos, Frequenzen und Eindrücken in uns aufnehmen, muss zunächst erfasst und verarbeitet werden, um weitere Schritte planen zu können. Dafür benötigt dein Organismus Zeit! Gehe achtsam und liebevoll mit deinen Sinneskanälen und den Reaktionen darauf um, damit du eine gesunde Balance zwischen Aufnahme, Verarbeitung und Umsetzung hast. Du musst nicht immer sofort auf alles, so rasch wie möglich reagieren! Lass dir ruhig Zeit und wäge in Ruhe ab, worum es für dich geht. Frage dich dazu: „Was habe ich jetzt erlebt? Wer ist konkret beteiligt? Was löst es in mir aus? Wo kommen diese Emotionen her (persönliche Trigger)? Wie möchte oder kann ich darauf reagieren? Was ist mein Aufstiegsziel bzw. der tiefere Sinn hinter dem Ereignis? Was ist jetzt aktiv zu tun und liegt auch in meiner Macht?“ Sammle das Puzzle an Informationen zusammen, bis du ein klares Gesamtkonzept vor Augen hast. Erst, wenn das Ereignis einen Sinn ergibt, kannst du bewusst darauf reagieren, ... wenn nicht, reagierst du im Affekt durch deine im Unterbewusstsein verankerten Programme.


  • BEDINGUNGSLOSE LIEBE

Kernbedürfnis: Der Begriff „bedingungslos Liebe“ wird gerne als romantische Vorstellung einer innigen und herzerfüllenden Zweisamkeit benutzt. Dabei bedeutet „bedingungslos“ auf keinen Fall „so wie ich es haben will“ oder „grenzenlose Hingabe und Aufopferung“, sondern vielmehr, dass ich im Moment annehmen und akzeptieren kann, was Jetzt ist („So-ist-es-Lehre“ von Großmeister Konfuzius) und lerne mit den Tatsachen des Lebens in die Liebe zu gehen (ob sie mir persönlich gefallen oder nicht). Dabei nimmt man eine wertfreie, wertschätzende und achtsame Haltung ein und versucht sich auf das Objekt/die Situation mit universeller Liebe einzulassen (Hingabe in das reine „So-Sein“). Da wir in unseren authentischen Wesen nur „So-Sein“ können, wie wir wahrhaftig sind (individuelle Seelennatur), bildet bedingungslose Liebe und Annahme ein fundamentales Kernbedürfnis. Diese Qualität können wir allerdings erst entfalten, wenn wir uns selbst bedingungslos annehmen und lieben gelernt haben!

Überlebensstrategie: Wir lernen leider viel zu früh, dass wir durch Gehorsam und Anpassung eine spezielle Form von Liebe und Anerkennung empfangen können. Gefälligkeit und das Mitschwimmen im Strom lassen uns glauben, beliebter und liebenswürdiger für unsere Mitmenschen zu sein. Die Resonanz zeigt uns auf, dass Anpassungsfähigkeit, Leisungsstärke und nach außen strahlen zu können sowie Attraktivität, zu mehr Aufmerksamkeit führt. Das positive Gefühl in dieser Dynamik und Leistung mehr geliebt zu werden, ist meist nur von kurzer Dauer. Wir bauen Bedürfnisse auf, denen wir stetig hinterherjagen müssen, da sich keine reale Basis dahinter verbirgt. Es ist ein künstlich errichtetes „Liebes-Resonanz-Konstrukt“ unseres Selbst, dass wir einst in der Hoffnung errichtet haben, Liebe zu einer beständigen Essenz unseres Lebens machen zu können. Doch Liebe lässt sich nicht einfach erzeugen, erarbeiten oder erkaufen! Sie ist ein ehrliches Gefühl aus unzähligen Erlebnissen und Entscheidungen und baut sich über die bedingungslose Liebe zu einer von Raum und Zeit unabhängigen universellen Liebes-Essenz auf (Lichtnahrung, Heilfrequenz, universelle Sprache der Verbundenheit). Wer authentisch lebt, strahlt seine realistischen, gegenwärtigen, ehrlichen Aura-Frequenzen aus und erhält spielerisch, ganz ohne Druck, eine liebevolle Resonanz darauf.

Gesunde Dynamik: Wer im tiefen Seelenkern das Prinzip der bedingungslosen Liebe verankert hat, kann sich der Liebe seines Umfelds sicher sein. Was nicht bedeutet, dass man gar keine Konflikte mehr aufbaut oder ausgesetzt ist, im Gegenteil, alles, was dem persönlichen Wachstum dienlich ist, wird mit der Basis der Liebe sichtbar und kann bearbeitet werden. Die Basis-Absicht bzw. Basis-Frequenz bestimmt in Seelenprozessen die Richtung und den vorherbestimmten Weg einer Dynamik. Kannst du bedingungslose Liebe in dir verankern, werden deine Aufstiegsprozesse von dieser Basis geprägt sein, egal was du tust oder was du erlebst! Du kannst dich auf dem Weg des Errichtens von bedingungsloser Liebe in dir zusätzlich bewusster mit den unterschiedlichen Formen der Liebe auseinandersetzen. Stelle dir dazu ein unendlich großes, sehr umfangreiches „Liebes-Puzzle“ vor mit unterschiedlichen Puzzle-Teilen und den damit verbundenen kreativen Formen der Verbundenheit und den unzähligen Gefühlen von Liebe. Jede Seele empfindet Liebe auf ihre ganz individuelle Weise und für unterschiedliche Wesen, Themen, Objekte oder Situationen. „Was aktiviert in dir ein Gefühl von Liebe? Wie drückt sich das Gefühl in deiner Wahrnehmung und deinen Körperempfindungen aus? Welche Sehnsüchte entwickelst du in dieser Frequenz? Wie viele Anteile davon hast du bereits aktiv in deinem Leben integriert und verwirklicht? Was liebst du an dir selbst und welche Seelenanteile dürfen noch mehr Liebe von dir geschenkt bekommen? Was hindert dich vielleicht noch daran dich voll und ganz annehmen, akzeptieren und lieben zu können? Wie reagierst du auf Liebe im Umfeld? Glaubst du noch an die Liebe?“, … befasse dich mit dem Thema so ausführlich und intensiv wie möglich und lasse zwischendurch immer wieder universelle, bedingungslose Liebe in dein Bewusstsein und deinen Organismus durch eine Einweihung einfließen. Energetische Einweihungen inspirieren und informieren dich mit einer bestimmten Frequenz und erinnern deine Seele wieder daran, woher du kommst = aus der Quellexistenzebene!

Durch Interaktion mit dem Umfeld und durch das Lernen von Selbstregulation über das beruhigende Verhalten der Mutter/des Vaters, prägen sich im Idealfall gesunde Beziehungs- und Selbstregulationsmuster zu Beginn unserer Lebensreise aus. Der Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen und Empfindungen sowie das kreative lösungsorientierte Verhalten für die Selbstregulation sind dabei sehr wichtig. Dies kann geschehen, wenn ein Kind den nötigen “Spielraum” bekommt, um eingehende sensorische Reize emotional und kognitiv verarbeiten lernen kann. Daraus bildet sich der Wahrnehmungsfilter und entstandene innere Bedürfnisse können zugeordnet und verarbeitet werden. Wir reagieren primär (angeboren) oder sekundär (erlernt) auf Reize und dürfen Einschätzen (Neokortex, Denken) und Bewerten (Amygdala, Fühlen) lernen, worum es für uns in einer Situation geht und was wir dementsprechend für Ressourcen benötigen, damit wir gut versorgt sind. Dabei reagiert natürlich auch unser Körper und die Stressoren (Nervensystem, Sympathikus und Parasympathikus). Desto mehr eigene Erfahrungen wir mit Reizen sammeln können, desto spielerischer wird der Umgang mit der Stressbewältigung und Reizkontrolle sowie das bewusste Handeln und Reagieren auf die zu verarbeitenden Impulse. Wir sammeln entweder positive oder negative Erfahrungen durch unser Bemühen und entwickeln entweder ein starkes Selbstbewusstsein mit einem ausgeprägten Belohnungs- und Motivationssystem oder ein mangelndes Selbstbewusstsein mit einem ausgeprägten Angst- und Abwehrsystem. In beiden Fällen geht es um Schutzprogramme, um das Bestmögliche aus unserem Überleben zu machen.

Ein Kind, dass durch „zumutbare Bedürftigkeit“ hindurchgehen darf, kann das Erreichen bzw. die Erfüllung seiner Bedürfnisse Schritt für Schritt erlernen (Ausbauen von verschiedenen Strategien). Bekommt ein Kind immer sofort genau das was es will, wird es keine gesunden “Kampf- und Überlebensstrategien” entwickeln können, da es stets versorgt ist. Grundsätzlich ist es natürlich wichtig, dass die Bedürfnisse eines Kindes wahrgenommen und erfüllt werden, dennoch kann das Kind eine ungesunde Hilflosigkeit und Überforderung entwickeln, wenn es auf sich alleine gestellt sein sollte (= übermäßige Stressreaktion, wenn das Bedürfnis nicht automatisch durch das Umfeld erfüllt wird, … was wiederum eine Co-Abhängigkeit fördern könnte und eine freie, unabhängige Überlebensstrategie blockiert). Der Prozess des Verlangens und Einforderns ist daher wichtig für die Entwicklung des gesunden Egos eines Kindes. Folgende Strategie ist dafür bei den meisten Babys angelegt: ein Kind, dass ein Bedürfnis verspürt beginnt zunächst zu quengeln – der Sympathikus fährt hoch, der Ehrgeiz steigt an, dann wird es energischer und lauter, sofern das Bedürfnis noch nicht erkannt oder fehlinterpretiert wurde, was notfalls in heftiges Schreien ausarten kann (= Stressreaktion), bis sich die Erfüllung/Erlösung ergibt und das Kind Erfolgserlebnisse in seinem Verhalten dazu gewinnt. Ist dies nicht der Fall und bleiben jegliche Bemühungen umsonst, schaltet sich der Parasympathikus ein und versucht den Schmerz/den Stress zu regulieren. Das Kind beginnt sich über ungesunde Überlebensstrategien anzupassen und gibt innerlich auf – es wird ruhiger und genügsamer und nimmt nur das, was es angeboten bekommt, da Bemühungen als „umsonst“ abgespeichert wurden. Die gesunde Wut bleibt aus und das gesunde Ego beginnt sich selbst zu entwerten (= aus Misserfolgen werden mangelnder Selbstwert und selbstzerstörerische Kräfte wie Selbsthass, Depression und ein eingeschüchtertes Selbstbewusstsein). Der angeborene Kämpfergeist beginnt zu verkümmern. Die Langzeitfolgen können soziale Isolation, chronische Angst- und Panikattacken, toxische Schuldgefühle, Paranoia, mangelndes Vertrauen, gestörte Beziehungsmuster, Selbsthass, selbstzerstörerische und selbstentwertende Gedanken- und Verhaltensmuster, … usw. sein.

Um noch mehr Klarheit über deine angelegten Überlebensstrategien zu erlangen, ist es hilfreich, dass du dich zusätzlich mit deinen verinnerlichten Mustern und Erlebnissen aus deiner Kindheit auseinandersetzt (Ur-Muster/Basis deiner Überlebensstrategien). Das Innere Kind ist ein Spiegel deiner kindlichen Wahrnehmungen, Konditionierungen und erlernten Strategien, um zu überleben. Durch diese Anpassungsmuster konntest du mit dem Strom deines Umfelds mitschwimmen, überleben und heranwachsen.

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Sabrina Roithner, Praxis für aktive Seelenarbeit, Kirchstättstraße 9, A-5162 Obertrum am See

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